Kindeswohl - Institutionelles Schutz- und Fürsorgekonzept des Kölner Spielecircus
Als Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe sind wir verpflichtet, ein institutionelles Schutz- und Fürsorgekonzept vorzuhalten.
Das institutionelle Schutz- und Fürsorgekonzept des Kölner Spielecircus ist in unterschiedliche Abschnitte gegliedert. Neben der Beschreibung der grundlegenden pädagogischen Haltung, den vereinsinternen Strukturen und der Beschreibung der verschiedenen Arbeitssettings wurden Risikoanalysen zu allen Formen unserer Arbeit erstellt. Die Form unserer Arbeit gliedert sich in Veranstaltungen mit und ohne Kooperationspartner. In der Analyse wird aufgezeigt, welche Risiken in unserer Arbeit vorliegen und in welcher Form präventiv auf die Vermeidung von Risiken hingewirkt wird. Zudem werden die Strukturen des Vereins in Bezug auf Hierarchien, Kommunikationswege, Möglichkeiten zur Partizipation und den Kindesschutz reflektiert. Mit der Erarbeitung des Konzeptes sind interne Strukturen etabliert worden, die greifen, wenn ein Verdacht/Hinweis auf Kindeswohlgefährdung vorliegt.
Bei der Erstellung des Schutzkonzeptes haben wir Wert auf eine partizipative Beteiligung von allen Mitarbeitenden gelegt, um ihre Erfahrungen und ihr Wissen in unserem institutionellen Schutz- und Fürsorgekonzept verwirklichen zu können.
Auf Basis der gemeinsamen Haltung und unseres pädagogischen Leitbildes wurde ein Verhaltenskodex für unsere Referent*innen entwickelt, den alle Mitarbeitende bei Beschäftigungsbeginn unterschreiben. Der Kodex hebt die Werte unseres Handelns, sowie die Regeln und Grenzen hervor.
Teil des Schutz- und Fürsorgekonzeptes ist auch unser Konflikt- und Beschwerdemanagement, welches sowohl bei Problemen und Konflikten zwischen z.B. Eltern/Kindern und Referent*innen als auch innerhalb der Spielecircus-Organisation greift.
Des Weiteren arbeiten wir mit dem Kinderschutzbund Köln zusammen, der uns mit einer "insofern erfahrenen Fachkraft" bei der Einschätzung von Gefährdungsrisiken unterstützt.
In unseren jährlichen internen Fortbildungen werden die Themen Schutzkonzept, Kindeswohl und Prävention bzw. spezifische Themen, wie z.B. der Umgang mit Smartphones und Social Media bearbeitet. Damit soll gewährleistet werden, dass unser Schutzkonzept kontinuierlich weitergeführt und auf aktuelle Veränderungen eingegangen wird.
Alle neuen Mitarbeitenden werden grundlegend in das institutionelle Schutz- und Fürsorgekonzept des Kölner Spielecircus eingeführt.
Zusätzlich müssen alle Mitarbeitenden bei Arbeitsbeginn ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, welches alle 3 Jahre erneuert werden muss.
Ansprechpartner*innen bei Anliegen zum Kindeswohl und dem institutionellen Schutz- und Fürsorgekonzept:
- Ilka Liesendahl (Kindeswohl-Beauftragte im Kölner Spielecircus), Tel. 0221-466 836-21, ilka.liesendahl@spielecircus.de
- Alex Greiner (geschäftsführender Vorstand, Kindeswohl-Beauftragter im Kölner Spielecircus), Tel. 0221-466 836-14, alex.greiner@spielecircus.de
Wimmelbild zum Thema "Prävention und Kindeswohl"
Dieses Wimmelbild ist 2020 von der LAG-Zirkuspädagogik mit der Illustratorin Dorothee Wolters entwickelt worden. Wimmelbilder werden seit vielen Jahren in der Prävention eingesetzt. Sie können eine Hilfestellung für Zirkustrainer*innen sein, um mit Kindern und Jugendlichen und ggfs. auch Eltern ins Gespräch zu kommen.
Kinder und Jugendliche sollen dazu animiert werden, über die dargestellten Szenen zu sprechen und diese zu reflektieren.
Ziel dabei ist es, Gesprächsstoff zu den verschiedensten Alltagssituationen zu bieten sowie die Kultur der Achtsamkeit zu fördern. Dabei kann das Gespräch, neben den bereits bekannten Situationen, in eine Diskussion über Grenzen oder Grenzverletzungen, (Un-) Wohlfühl-Orte, (Un-) Wolfühl-Situationen und den Umgang untereinander in der jeweiligen Zirkusgruppe übergehen.
Das Wimmelbild kann bei der LAG Zirkuspädagogik NRW bestellt werden.